Jahrestagung zum 20-jährigen Jubiläum von donum vitae

Der Bundes- und der Landesverband feiern zusammen

Karlsruhe.   „Gekommen, um zu bleiben“, so lautete das Motto der Jubiläumstagung in Karlsruhe. Vor 20 Jahren wurde nach dem Ausstieg der katholischen Bischöfe aus dem System der staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung der Bundesverband von donum vitae gegründet. Ein paar Monate später zogen die Mitglieder des ZDK aus den Diözesen Rottenburg und Freiburg nach und hoben zusammen mit Politikern aller Parteien und engagierten Katholiken und Katholikinnen aus Verbänden und Pfarreien den Landesverband Baden-Württemberg aus der Taufe.

Als staatlich anerkannter Träger bietet donum vitae heute an bundesweit mehr als 200 Standorten, davon 11 bei uns im „Ländle“, Beratung im Schwangerschaftskonflikt und in vielen weiteren Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt an - als christliche Stimme im pluralen Beratungsangebot des Staates.

Die Jubiläumsfeier markierte auf Bundesebene zugleich einen Stab- und Generationenwechsel: Rita Waschbüsch, das „Gesicht“ des Verbandes seit seiner Gründung, trat nicht mehr zur Wahl an. Als ihr Nachfolger führt Dr. Olaf Tyllack aus dem bayrischen Landesverband donum vitae nun in sein drittes Jahrzehnt.

Viel Prominenz war gekommen, um zu gratulieren und Rita Waschbüsch ganz herzlich für 20 Jahre engagierte und effiziente Leitung zu danken. Bei den Grußworten von Dr. Thomas Großmann als Vertreter des ZdK (Zentralkomitee der deutschen Katholiken), der früheren Bonner Oberbürgermeisterin Barbara Dieckmann sowie des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsident Dr. Erwin Teufel wurden die beschwerlichen Startbedingungen, aber vor allem die Erfolgsgeschichte noch einmal präsent. Letzterer sagte in seinem Grußwort: „Sie von donum vitae engagieren sich in einem zentralen Bereich, nämlich für die Menschenrechte, für das Lebensrecht auch der Ungeborenen, ein Verfassungsrecht, das in unserem Staat zu wenig geachtet und beachtet wird.“

Bert Degenhart, der gute, treibende und umtriebige Geist unseres Landesverbandes, beendete ebenfalls seine Tätigkeit im Bundesvorstand, dem er seit der Vereinsgründung angehörte. In seiner Verabschiedung wurde noch einmal deutlich, was ihm in seinenvielen Ehrenämtern immer wichtig war: Da zu sein, wenn es nötig war, und sich einzusetzen - als Christ, der Verantwortung in der Welt übernimmt.
Zum Glück arbeitet er in unserem Landesvorstand weiter mit - seine reiche Erfahrung ist von unschätzbarem Wert.

Unser Landesverband präsentierte sich auf der Tagung mit einem eigenen Stand, an dem besondere Projekte aus den Regionalverbänden und das speziell für donum vitae BW entwickelte Statistikprogramm dvStat gezeigt wurden. Daneben waren drei Bilder der beeindruckenden Heidelberger Ausstellung „Lebenskunst Leben“ zu sehen, außerdem ein Dokumentarfilm über donum vitae, mit dem der Heidelberger Schüler Leon Zorn einen Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten errungen hat.

Gekommen, um zu bleiben - möge Gott uns auch auf der vor uns liegenden Wegstrecke begleiten!