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Freudenstädter Zeitung, 29.11.2008
Das Erst Mal "allein zu zweit"
Theater setzt sich mit Einfühlungsvermögen mit der Sexualität Jugendlicher auseinander

Von Virginia Brunn, Freudenstadt.
Das Präventionstheaterstück Maria wurde gestern und am Donnerstag im Freudenstädter Jugendzentrum aufgeführt. Was man zur Prävention von ungewollten Schwangerschaften bei Jugendlichen tun kann und was, wenn es doch dazu kommt – diese Themen waren Anlass für das Theater duo Q-rage, mit der Schwangerschaftshilfe »donumvitae« das Theaterstück »Maria« zuentwickeln.

Mit Humor und Einfühlungsvermögen vermittelten Jörg Pollinger und Sandra Hehrlein (Q-rage) in den Rollen von Dennis und Maria, was Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren am meisten beschäftigt. Wie spreche ich einen Jungen beziehungsweise ein Mädchen an, was bedeutet Nähe und Sicherheit, was bedeutet Freiheit, wie ist das »Erste Mal«? Diese Fragen gehen Dennis und Maria durch den Kopf. Sie sind dabei, erwachsen zu werden, und durchleben gemeinsam alle Unsicherheite ngegenüber dem anderen Geschlecht und dem Verliebtsein. Beide wollen das »Erste Mal« miteinander erleben.
In Videoeinspielungen wird unabhängig vom Bühnengeschehen die Geschichte von Eva und Thomas erzählt. Nach einem One-Night-Stand ist es zur ungewollten Schwangerschaft gekommen. Am Schluss der Videosequenzen erfahren die Zuschauer, dass Maria Evas Kind ist. Es wird offengelassen, ob das »Erste Mal« der beiden Bühnen figuren ohne Folgen bleibt, denn mit der Verhütung hat es nicht geklappt.

Das Theaterstück wird hauptsächlich für Schulklassen vorgeführt, denn um die Präventionsarbeit zu vertiefen, wurden geeignete Workshops entwickelt, die an die Geschichte anschließen.
Das offene Ende dient der Überleitung zu Gesprächen und Diskussionsrunden.

Auch sieben Schulklassen aus Freudenstadt sahen sich das Stück gestern an. Durch eine gelöste Stimmung falle es im Anschluss an das Stück leichter, in kleinen Gruppen zu erarbeiten, was man gesehen hat, und darüber zu sprechen, so Heike Wöhr von der Schwangerschaftshilfe Freudenstadt. Wichtig sei auch, die Gefühlsebene der Sexualität zu vermitteln. Den vielen Einladungen zur vorausgegangenen Abendveranstaltung am Donnerstag für Eltern und Lehrer waren nur wenige gefolgt. Das geringe Interesse sei sehr verwunderlich und schade, denn gerade Eltern sollten sich mehr über die Fragen und Sorgen ihrer Kinder informieren, so die Meinung von Heike Wöhr.